VOGTLÄNDISCHE KUNST-SOZIETÄT e.V.

CANTUS CÖLLN

Johanna Koslowsky, Sopran
Ulrike Hofbauer, Sopran
Elisabeth Popien, Alt
Wilfried Jochens, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Bass

Konrad Junghänel, Laute und Leitung





Das 1987 von Konrad Junghänel gegründete solistische Vokalensemble CANTUS CÖLLN hat sich in kürzester Zeit als eines der angesehensten Ensembles dieser Art im internationalen Musikleben etabliert. Es widmet sich in erster Linie dem deutschen und italienischen Vokalrepertoire aus Renaissance und Barock: mit der Wiederbelebung eines weitgehend vergessenen Repertoires hat es in den letzten Jahren beim Publikum großen Anklang gefunden. Die meisten der inzwischen 30 CD-Produktionen, die ein Repertoire von Monteverdis Madrigalen, der Marienvesper, Schütz’ Psalmen Davids bis hin zu Bachs Kantaten und Motetten umfassen, wurden mit internationalen Preisen gewürdigt. Neben zahlreichen Auszeichnungen wie z.B. dem Edison Awards Classical, dem Diapason d’Or, ffff du Télérama, 10 du Répertoire, dem Choc du Monde de la Musique, dem Grand Prix du Disque (Académie Charles Cros) und Nomminierungen für u.a. den Grammy und den Grammophone Award hat Cantus Cölln in 2002 für seine einzigartige Einspielung der Selva morale e spirituale von Claudio Monteverdi sowohl den Grammophone Award, den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik als auch den Caecilia Price verliehen bekommen. Für seine Gesamtaufnahme des Altbachischen Archivs erhielt Cantus Cölln im Jahr 2004 den ECHO Klassik in der Kategorie Choreinspielung.
Die Mitglieder von Cantus Cölln haben alle als Solisten eine erfolgreiche Karriere aufzuweisen, die sie auch weiterhin verfolgen. Von der Kritik wird aber immer wieder einhellig der außerordentlich homogene Ensembleklang hervorgehoben, der dennoch nicht auf Kosten der Individualität der einzelnen Stimmen geht. Cantus Cölln hatte es sich von Anfang zum Ziel gesetzt, mit möglichst gleichbleibender Besetzung im Laufe der Jahre zu immer größerer Homogenität zu finden, zu einem „blinden“ musikalischen Verstehen. Etwas, das beispielsweise bei einem Sreichquartett internationaler Ausprägung als selbstverständlich vorausgesetzt werden darf, im allgemeinen schnelllebigen Musikmarkt aber häufig vermißt wird. So sind auch heute noch die meisten Mitglieder von Cantus Cölln Gründungsmitglieder. Für Produktionen in größerer Besetzung wird das Ensemble nach Bedarf durch zusätzliche Kräfte verstärkt, wobei auch da möglichst immer auf dieselben Sänger und Instrumentalisten zurückgegriffen wird.
Das Repertoire hat sich im Laufe der Jahre vom Programmschwerpunkt „Madrigal und Motette“ des frühen 17.Jahrhunderts ausgeweitet auf die gesamte Entwicklung des geistlichen Konzertes und der Kantate bis zum Hochbarock. Wichtiges Kriterium bei der Auswahl bleibt dabei immer, ob sich das betreffende Musikstück für eine solistische Aufführungsweise anbietet, ob es mehr dadurch gewinnt, als es vielleicht auf der anderen Seite verliert. So geht es nicht um die „einzig richtige“ Aufführungsweise, sondern darum, einem Klangideal zu folgen, welches größtmögliche Transparenz mit individueller Emotionalität und sinnlicher Klanglichkeit verbindet.
Einige herausragende Punkte in der Entwicklung der letzten Jahre waren zum einen die Produktionen der Marienvesper von Monteverdi und die von Johann Rosenmüller, welche den Beginn einer kleinen internationalen Renaissance dieses bedeutenden „deutsch-italienischen“ Komponisten einläutete. Desweiteren stießen die Produktionen der Motetten, Frühen Kantaten und der H-Moll Messe von Johann Sebastian Bach auf ein enthusiastisches internationales Echo. Die Frühen Kantaten - ausgezeichnet mit mehreren prestigeträchtigen Preisen - gehören schon jetzt zu einer der erfolgreichsten Bach-Kantaten-Einspielungen überhaupt.
Die erste szenische Produktion von Cantus Cölln - „Combattimenti“ mit Madrigalen von Monteverdi - war eine 1998 begonnene Koproduktion der Nationalen Reisopera in Holland und dem Tourneetheater Transparant in Belgien, die auf Grund ihres Erfolges bis zum Jahr 2000 auf den Spielplänen stand. Eine neue szenische Produktion ist in Vorbereitung.
Nach Ansicht der Zeitschrift Diapason gehört Cantus Cölln zu den größten Entdeckungen der letzten Jahre im Bereich der Alten Musik.
Im Jahre 2000 wurde das Ensemble mit dem begehrten Buxtehudepreis der Hansestadt Lübeck für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Kirchemusik ausgezeichnet. Der letzte Preisträger war 1994 John Elliot Gardiner.
Auftritte in ganz Europa (Festivals in Utrecht, Herne, Stuttgart, Barcelona, Innsbruck, Schleswig-Holstein, Flandernfestival, Salzburg, Breslau etc.) sowie Einladungen nach Übersee (Nord- und Südamerika, Asien, Afrika, Australien) tragen ebenso zu seinem Ruf bei wie die exklusive Zusammenarbeit mit Harmonia Mundi France.


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